Einblicke in jüdische Regionalgeschichte Synagoge Abterode gibt erstmals eine öffentliche Führung

Erste öffentliche Führung fand große Resonanz

Mehr als 35 Personen hatten sich nach Abterode aufgemacht, um in der ehemaligen Synagoge Neues zu erfahren über die jüdische Geschichte, Kultur und Religion in der Region Werra-Meißner. Arnold Baier und Annamaria Zimmer gaben unter anderem Einblicke in die Geschichte des Purim-Festes, in die Praxis der jüdischen Heiratsvermittlung und zeigten die virtuelle Rekonstruktion der zerstörten Eschweger Synagoge. Dabei konnten die großen technischen Möglichkeiten des digitalen Lernortes genutzt werden. Zeitzeugen-Interviews, Hörgeschichten und zahlreiche Fotos vermittelten einen ersten Eindruck von jüdischem Leben in der Region Werra-Meißner. Dekan Dr. Martin Arnold, der Vorsitzende des Vereins der Freundinnen und Freunde jüdischen Lebens, ruft dazu auf, für den Lern- und Gedenkort noch vorhandene Gegenstände, Akten und Bücher aus den jüdischen Gemeinden zur Verfügung zu stellen. „Kann man hier auch jüdische Musik, Trauergesänge und Freudentänze, hören?“, fragte eine Besucherin. Arnold Baier musste zunächst passen: „Eine gute Idee, das sollten wir aufgreifen.“

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