Ausstellung über Harmuthsachsen in Kassel eröffnet

(Bitte vormerken: Ab 14. September in Harmuthsachsen!)

Eine Ausstellung über „Bauliche Spuren jüdischen Lebens in Harmuthsachsen“ wurde jetzt im „ORBIT“, einem Gedenkort zur ehemaligen Gestapo-Zentrale im Polizeipräsidium (Königstor 33) eröffnet. Sie entstand aus der Zusammenarbeit des Fachbereichs Architektur der Universität Kassel (Prof. Philipp Oswalt, Dozent Georgios Varelis und einer Seminargruppe) mit den „Freundinnen und Freunden jüdischen Lebens im Werra-Meißner-Kreis e.V.“. Die Ausstellung dokumentiert die Geschichte jüdischen Lebens in Harmuthsachsen am Beispiel von Synagoge, Friedhöfen, jüdischer Schule und „Mikwe“ (jüdisches Ritualbad). Philipp Oswalt wies auf den Zusammenhang zwischen der Gestapo-Zentrale am Königstor und der Verfolgung der Harmuthsächser Juden hin. Elena Padva dankte im Namen der jüdischen Gemeinde Kassel für die Dokumentation und für die Initiative. Sie erinnerte aber auch daran, dass jüdisches Leben heute wieder bedroht ist. Die Ausstellung wird ab dem 14. September in der Synagoge Harmuthsachsen zu sehen sein.