Inspiration zur Menschlichkeit
In Sontra wurden von dem Künstler Gunter Demnig weitere zehn „Stolpersteine“ für Mitglieder der jüdischen Familien Heilbrunn und Rothschild verlegt. Dazu waren insgesamt 19 Nachfahren aus Israel, den USA und Australien angereist. Sie waren sehr berührt, vor den Wohnhäusern ihrer Vorfahren zu stehen. Schülerinnen und Schüler der Adam-von-Trott-Schule in Sontra erinnerten an die Lebenswege der Menschen, für die „Stolpersteine“ verlegt wurden. Brian Luber, dessen Mutter Gretl Rothschild in der Sontraer Niederstadt 22 geboren war, rief den Schülerinnen und Schülern zu: „Ihr seid die Zukunft. Lasst euch durch die Stolpersteine zur Menschlichkeit inspirieren.“ Die Veranstaltung war vor allem durch Ludger Arnold, Lea Schellhaase und Hans Isenberg vorbereitet worden. „Dass wir heute hier zusammenkommen, zeigt, dass Verständigung über die Gräben der Geschichte hinweg möglich ist“, sagte Ludger Arnold. Vertreter der Familien Heilbrunn und Rothschild rezitierten das „Kaddisch“, ein jüdisches Gebet für Verstorbene. Die etwa 60 Anwesenden sangen mit Begleitung des Schul-Posaunenchores Dietrich Bonhoeffers Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen.“ Die Stolperstein-Verlegung war Teil eines umfangreichen Besuchsprogramms, zu dem auch Begegnungen in der Schule, Besuche auf jüdischen Friedhöfen und ein Besuch der Synagoge Harmuthsachsen gehören.
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