Wie duftet der Schabatt?

Eine Gruppe von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die in Krankenhäusern und Altenhilfeeinrichtungen in Eschwege und Witzenhausen Patientinnen und Patienten unterstützen und begleiten, gönnte sich ein Kontrastprogramm und besuchte unter Leitung von Klinikpfarrerin Gudrun Kühnemuth den Lern- und Gedenkort in der Synagoge Abterode. Ihren Namen verdanken die „Grünen Damen“ (und inzwischen auch Herren) den grünen Kitteln oder Westen, die sie bei ihrem Einsatz tragen. Die Grünen Damen hören zu, begleiten zu Untersuchungen oder Spaziergängen und helfen bei kleinen Erledigungen. Der Dienst erfolgt auf freiwilliger Basis und ist geprägt von christlicher Nächstenliebe, Verschwiegenheit und einem respektvollen, unterstützenden Umgang mit hilfebedürftigen Menschen.

Martin Arnold informierte über die Geschichte jüdischen Lebens in Abterode, über die Baugeschichte der Synagoge und über die Arbeit der „Freundinnen und Freunde jüdischen Lebens im Werra-Meißner-Kreis“. Am Ende schnupperten alle an einem Besamim-Gefäß. Es wird am Samstagabend entsprechend der jüdischen Tradition während der Hawdala-Zeremonie benutzt, wenn der Sabbat endet. In ihr befinden sich Gewürze (häufig Nelken, Zimt, Muskat, Myrte oder Orangenschalen), deren Duft beim Riechen Trost spenden und den Übertritt in die Alltagswoche erleichtern soll. Die Verwendung der wohlriechenden Gewürze soll helfen, die Trauer über das Ende des Sabbats zu lindern und positive Erinnerungen an den Feiertag in die kommende Woche mitzunehmen.

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