Gedenkzeichen für die Opfer der Schoah

In der Synagoge Harmuthsachsen gibt es jetzt auch ein Gedenkzeichen für die Opfer der Shoah. Es wurde von der Kasseler Künstlerin Ruth Lahrmann gestaltet. Es besteht aus 34 „Davidsternen“, in welche die Namen der Harmuthsächser Jüdinnen und Juden, die Opfer des Nationalsozialismus wurden, mit einem Laser ausgeschnitten und ausgebrannt sind. Die einzelnen Sterne wiederum wurden so zusammengefügt und miteinander verbunden, dass sie wie eine Art „Baldachin“ die Sitzplätze in der Synagoge überwölben.

Der „Davidstern“ (im Hebräischen heißt er „Magen David“, Schild Davids) ist ein wichtiges Symbol des Judentums, ein zentrales Zeichen jüdischer Identität, Spiritualität und Geschichte. Im Nationalsozialismus wurde der Davidstern als „Judenstern“ missbraucht, indem Juden gezwungen wurden, einen gelben Stern mit der Aufschrift „Jude“ zu tragen.

Das Gedenkzeichen wurde von einem Sponsor finanziert, der im nächsten Frühjahr die Synagoge besuchen wird.