Archiv: Feb. 2026

  1. Virtuose Musik aus Orient und Okzident

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    Auf Einladung der Musikakademie Blankenbach und der Freundinnen und Freunde jüdischen Lebens musizierten Ariana Burstein (Violoncello) und Roberto Legnani (Gitarre) in Blankenbach. Sie nahmen das Publikum mit auf eine musikalische Weltreise. Ariana Burstein ist Cellistin mit warmem, expressivem Ton und ausgeprägter Virtuosität. Roberto Legnani ist klassischer Gitarrist, dessen Spiel durch große klangliche Differenziertheit und feines Rhythmusgefühl geprägt ist. Liebeslieder aus Asien, ungarische Csárdás-Tänze und Irish folk wurden durch die seltene Kombination von Violoncello und Gitarre neu interpretiert. Ein besonderes Erlebnis war das von Roberto Legnani komponierte Stück „Bamidbar“, in dem er den Zug des Volkes Israel in der Wüste nachzeichnet, aus der Gefangenschaft in Ägypten in das verheißene Land. Eine Interpretation des „Schma Jisrael“, des jüdischen Glaubensbekenntnisses, verband große Innerlichkeit und Ausdrucksstärke. Die Inspiration dazu, so Legnani, sei aus dem täglichen Thora-Studium erwachsen. Ein leckeres Buffet mit koscherem „Borscht“, einer traditionellen osteuropäischen Suppe, bot dem Publikum Gelegenheit zu Gesprächen und zum Austausch.

  2. Eintauchen in jüdische Geschichte

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    Warum brauchten Juden im 18. Jahrhundert einen „Schutzbrief“? Wie erlangten sie im 19. Jahrhundert gleiche Rechte? Und wie kam es zur Vertreibung und Vernichtung jüdischen Lebens im 20. Jahrhundert? Um diese und andere Fragen ging es im Rahmen der Projekttage der Anne-Frank-Schule in Eschwege. Annamaria Zimmer führte die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen zunächst zu den Spuren jüdischen Lebens in Eschwege. In der Synagoge Abterode ging es weiter mit konzentrierter Arbeit an historischen Quellen. Arnold Baier und Dr. Martin Arnold informierten über die eingeschränkten Rechte von Juden im 17. und 18. Jahrhundert, über die Emanzipation im 19. Jahrhundert und ein vielerorts unproblematisches Zusammenleben in der Zeit der Weimarer Republik. Durch ein Zeitzeugen-Interview mit dem  Eschweger Juden Karl Goldschmidt, der im Jahr 1933 12 Jahre alt war, erfuhren die Jugendlichen, wie sich die Situation in Eschwege und in der Friedrich-Wilhelm-Schule nach 1933 veränderte. Die Anne-Frank-Schule in Eschwege ist seit 2020 als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zertifiziert und engagiert sich gegen Diskriminierung, Mobbing und Rassismus sowie zur Förderung von Zivilcourage im Alltag.

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