Eintauchen in jüdische Geschichte

Warum brauchten Juden im 18. Jahrhundert einen „Schutzbrief“? Wie erlangten sie im 19. Jahrhundert gleiche Rechte? Und wie kam es zur Vertreibung und Vernichtung jüdischen Lebens im 20. Jahrhundert? Um diese und andere Fragen ging es im Rahmen der Projekttage der Anne-Frank-Schule in Eschwege. Annamaria Zimmer führte die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen zunächst zu den Spuren jüdischen Lebens in Eschwege. In der Synagoge Abterode ging es weiter mit konzentrierter Arbeit an historischen Quellen. Arnold Baier und Dr. Martin Arnold informierten über die eingeschränkten Rechte von Juden im 17. und 18. Jahrhundert, über die Emanzipation im 19. Jahrhundert und ein vielerorts unproblematisches Zusammenleben in der Zeit der Weimarer Republik. Durch ein Zeitzeugen-Interview mit dem  Eschweger Juden Karl Goldschmidt, der im Jahr 1933 12 Jahre alt war, erfuhren die Jugendlichen, wie sich die Situation in Eschwege und in der Friedrich-Wilhelm-Schule nach 1933 veränderte. Die Anne-Frank-Schule in Eschwege ist seit 2020 als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zertifiziert und engagiert sich gegen Diskriminierung, Mobbing und Rassismus sowie zur Förderung von Zivilcourage im Alltag.

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