Jüdisches Leben als Lernfeld für Schulen
In den letzten Jahren haben viele Schulklassen aus dem ganzen Werra-Meißner-Kreis den Lern- und Gedenkort in der Synagoge Abterode besucht. Verschiedentlich wirkten Schulen auch bei örtlichen Gedenkveranstaltungen mit. Neuerdings besuchen Schülerinnen und Schüler auch die Synagoge in Harmuthsachsen. Diese gewachsene Zusammenarbeit soll nun nachhaltig ausgestaltet werden. Zunächst hat die Frau-Holle-Grundschule in Abterode eine Kooperationsvereinbarung mit den Freundinnen und Freunden jüdischen Lebens abgeschlossen. Darin werden unter anderem regelmäßige Besuche, Ansprechpersonen auf beiden Seiten und eine Verankerung im Schulcurriculum vereinbart. Nun haben auch die Adam-von-Trott-Schule in Sontra und die Friedrich-Wilhelm-Schule in Eschwege eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

Von links nach rechts: Lehrer Dominik Rudolf, Schulleiter Oliver Methe (beide Adam-von-Trott-Schule), Dr. Martin Arnold und Ludger Arnold von den Freundinnen und Freunden jüdischen Lebens

Von links nach rechts: Dr. Martin Arnold, Schulleiterin Andrea Herzog von der Friedrich-Wilhelm-Schule und Arnold Baier
„Wir sind offen für weitere Kooperationen“, betont Dr. Martin Arnold vom Verein, „denn Bildung ist eine gute Möglichkeit, um Demokratie zu fördern und dem Antisemitismus zu begegnen.“ Über die Lernmöglichkeiten, die der Verein anbietet, informiert er unter https://www.synagoge-abterode.de/erste-lernmoeglichkeiten-2/.