Country Night in der Synagoge Harmuthsachsen

Ein Experiment, eine neue Begegnung, solche Klänge hat es an diesem Ort noch nie gegeben.

Genau darum geht es den Freundinnen und Freunden jüdischen Lebens:

Die Synagoge wird zum Begegnungsort verschiedener Traditionen und Kulturen.

Als Gert Neumann das Angebot machte, dass er genau hier mit seiner Band „Gert & Friends“ eine Country Night veranstalten könnte und das auch noch ohne Honorar und als Benefiz-Konzert, um die Arbeit des Vereins zu unterstützen – da war die Freude riesengroß.

Und so haben sie das Publikum mitgenommen auf eine musikalische Reise durch die amerikanische Songlandschaft und die Geschichte der Country-Music. Gert Neumann moderierte die einzelnen Stücke kenntnisreich und unterhaltsam. Bald war klar: da redet einer, der in die Tradition eingetaucht ist, der diese Musik von innen kennt.

Thematisch geht es um Liebe, Hoffnung, aber auch um Verlust, um Tod und Jenseits.

Den Anfang machte der Song „Will the circle be unbroken“, ein Klassiker der Carter-Family, über den Kreis des Lebens, der das Diesseits mit dem Jenseits verbindet. Dann aber auch „Hey good looking“, ein Song von Hank Williams, dem „Hillbilly Shakespeare“, keineswegs sentimental, sondern ein fröhlicher Anmach-Song, der in die Beine geht und ein früher Vorbote des Rock’n Roll ist.

Es gab Songs, die aus der Gospel-Tradition kommen („I’ll fly away“), Klassiker wie „King oft he Road“, „Teach your Children“ oder „Country Roads“, getragen von perfektem Harmoniegesang und zum Mitsingen und Tanzen verführend. Auch große Hits wie „City of New Orleans“ oder „The night they drove old Dixie down“ standen den Original-Versionen von Arlo Guthrie und von Joan Baez in nichts nach.

Es spielten und sangen Valeska Neumann (Gesang und Akkordeon) Milena Vaupel-Kenter (Fiddle, Gitarre, Kontrabass, Ukulele-Bass, Gesang), Pascal Zeuch (Keyboards) sowie Gert Neumann, Gitarre und Gesang.

Die Instrumente harmonierten wunderbar, sie wurden virtuos gespielt und die Songs waren perfekt arrangiert. Pure Club-Atmosphäre, der Funke war schon sehr schnell auf das Publikum übergesprungen, und es wurde zu einem unvergesslichen Abend.

Man darf gespannt sein auf die nächsten Konzert-Events in der Synagoge.