Senioren aus Waldkappel besuchen Synagoge Abterode
Einmal im Monat treffen sie sich unter Leitung von Christoph Dahl und Ute Pobering zu besonderen Unternehmungen. Diesmal führte sie der Weg nach Abterode. Dort wollten sie etwas erfahren über die Spuren jüdischen Lebens in der Region. Dr. Martin Arnold informierte über die lange Geschichte der jüdischen Gemeinde in Abterode, die durch den Nationalsozialismus ein gewaltsames Ende fand. Besonderes Interesse fand aber die Geschichte der Juden in dem Waldkappeler Stadtteil Harmuthsachsen. Auch dort hatte sich schon im 17. Jahrhundert eine jüdische Gemeinde gebildet, die sich in der Zeit des Nationalsozialismus auflöste. Die ehemalige Synagoge und mehrere Nebengebäude sind jedoch erhalten. Seit 2023 haben die Freundinnen und Freunde jüdischen Lebens die Synagoge zu einem Kultur- und Begegnungsort umgestaltet. „Wir haben aber noch viel vor“, so Martin Arnold. Es sollen nicht nur die Gebäude erhalten werden. Im ehemaligen Lehrerhaus soll ein Museum für jüdische Regionalgeschichte entstehen. „Das war ein besonderes Erlebnis“, sagte Christoph Dahl, bevor sich die Gruppe auf den weiteren Weg zu Kaffee und Kuchen nach Vierbach aufmachte.