Jugendliche arbeiten an der ehemaligen Synagoge in Harmuthsachsen
„Man sieht, dass man was Vernünftiges gemacht hat!“, sagte ein Jugendlicher erschöpft, aber zufrieden am Ende des Vormittags. Sechs Jugendliche waren mit ihrem Lehrer Hendrik Vogt nach Harmuthsachsen gekommen, um dort kräftig mit anzupacken. Im Rahmen der entstehenden Kooperation zwischen der Anne-Frank-Schule in Eschwege und dem Verein der „Freundinnen und Freunde jüdischen Lebens im Werra-Meißner-Kreis“ bot dieser Arbeitseinsatz den Hauptschülern die Möglichkeit, Geschichtsunterricht einmal anders zu erleben.
Ludger Arnold, stellvertretender Vorsitzender des Vereins, führte die Gruppe durch die Synagoge, das ehemalige Lehrerhaus und das Vorderhaus, erläuterte die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Harmuthsachsen und gab er einen Ausblick, wie die Gebäude einmal genutzt werden sollen.
Kraftvoll und mit Elan machten sich die Jugendlichen daran, große herumliegende Sandsteine ordentlich aufzusetzen, Gras zu mähen, eine Hecke zu schneiden und einen wuchernden Efeu deutlich zurückzuschneiden. Daneben wurde auch noch Bauschutt aus dem Vorderhaus entsorgt. Schnell war eine deutliche Veränderung zu sehen! Der Arbeitseinsatz der Jugendlichen half, die nächsten Maschineneinsätze vorzubereiten. Mit kleinen Schritten, aber kontinuierlich geht die Wiederherrichtung des gesamten Komplexes weiter.
Mit einem kleinen Imbiss endete der Vormittag. „Das hat richtig Spaß gemacht!“, fasste einer der Jungen die Meinung der Gruppe zusammen.