Erst Synagoge, dann Mohnblüte
Werner Ewald ist evangelischer Pfarrer in Niederaula und Kerspenhausen (Landkreis Hersfeld-Rotenburg). Doch aufgewachsen ist er in Harmuthsachsen. Dort engagierten sich schon seine Eltern sehr früh für den Erhalt der Synagoge. Und sie pflegten Kontakte mit den Überlebenden des Holocaust.
Jetzt war Ewald mit einer großen Gemeindegruppe zu Besuch in Harmuthsachsen. Dr. Martin Arnold, Ludger Arnold und Arnold Baier informierten die Besucherinnen und Besucher über die jüdische Geschichte Harmuthsachsens und die Bemühungen um den Erhalt der Synagoge und ihrer Nebengebäude. Die Gäste zeigten sich beeindruckt von der Initiative und von der neuen Innengestaltung der Synagoge. Ludger Arnold erläuterte die gerade neu erfolgte Rekonstruktion des Fußbodens im Tora-Bereich der Synagoge.
Der Besuchergruppe angeschlossen hatte sich auch Ruth Bar-Ilan aus Israel, deren Vorfahren aus Eschwege stammen. Sie ist gerade zu Besuch in Deutschland und verfolgt die Arbeit der Freundinnen und Freunde jüdischen Lebens mit großem Interesse. Nach dem Besuch der Synagoge ging es weiter zu den Mohnfeldern nach Germerode.