Freundinnen und Freunde jüdischen Lebens ziehen positive Zwischenbilanz

Bei ihrer Mitgliederversammlung in der Synagoge Abterode konnten sich die „Freundinnen und Freunde jüdischen Lebens im Werra-Meißner-Kreis“ über eine gute Entwicklung des Vereins freuen. Die Bildungsarbeit des Vereins wurde erfolgreich weitergeführt, neue Mitglieder konnten gewonnen werden und erstmals fanden auch zahlreiche Kulturveranstaltungen statt. Ludger Arnold informierte über die Fortschritte beim Erhalt der Synagoge in Harmuthsachsen. Er stellte die Pläne vor für den Ausbau des jüdischen Ensembles in Harmuthsachsen. Rabbi Prof. Dr. Joseph Edelheit, der den Verein in jüdischen Fragen berät, übermittelte Grüße aus Rio de Janeiro: „Ich bin besonders stolz darauf, dass ihr in einer Zeit zunehmend polarisierender Politik weiterhin der Angst und der Spaltung widersteht, indem ihr zu Kunst, Musik, Literatur und dem Gedenken an das jüdische Leben in Deutschland einladet und versammelt.“ Das Ehrenmitglied Edward Stein (Boston / USA) rief die Vereinsmitglieder dazu auf, auch weiterhin die Demokratie zu verteidigen: „Der Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt ist eine Warnung an uns alle. Doch statt Verzweiflung sollte dies ein Weckruf zum Handeln sein.“