Werratalzweigverein Sontra besuchte die ehemalige Synagoge in Abterode
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Am 16. November besuchte eine Gruppe des Werrratalzweigvereins Sontra die ehemalige Synagoge in Abterode. Ludger Arnold begrüßte die Gruppe, deren Besuch Reinhard von Bodelschwingh organisiert hatte.
Zuerst gab es einen Gang um das Gebäude und zur Ev. Kirche, um dabei das Besondere dieses Synagogengebäudes in dem Fachwerkdorf zu zeigen und die bisher nur unvollständig bekannte Baugeschichte zu erläutern. Anschließend wurde die Führung dann im Lern- und Gedenkort fortgesetzt. Die gut erhaltenen Ausmalungen, die Ausstellungsstücke und die große Menge an digital verfügbaren Informationen beeindruckte die Besucherinnen und Besucher.
Daraus ergaben sich interessante Gespräche, in denen viele Vergleiche zur Situation in Sontra gezogen wurden. Dabei ergaben sich aus unterschiedlichen Erinnerungen von Eltern und Großeltern der Besucher gute Ansätze für weitere Erinnerungsarbeit. Auch der Wunsch, weitere Stolpersteine in Sontra zu verlegen, wurde mehrfach geäußert.
(Ludger Arnold)



en Gemeinde bedroht und geschlagen. Bei einem Rundgang durch Abterode wurden die Orte der Gewalt aufgesucht und die Geschehnisse in Erinnerung gerufen. Der Verein der „Freundinnen und Freunde jüdischen Lebens im Werra-Meißner-Kreis“ rief dazu auf, gegen jede Art von Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung anzukämpfen: „Jede und jeder ist gefragt, sei es im Alltag, in der Schule, am Arbeitsplatz, im Sportverein, oder in den sozialen Medien. Es ist notwendiger denn je, seine Stimme zu erheben, wo immer sich Hass äußert, egal ob gegen Juden, Christen oder Muslime, ob wegen Herkunft, Obdachlosigkeit oder sexueller Orientierung.“ Musikalisch wurde die Gedenkveranstaltung durch die „Tulpendiebe“ mitgestaltet. Die Veranstaltung fand statt im Rahmen der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus. Sie wurde von der Amadeu-Antonio-Stiftung unterstützt.

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